Gewürze
Eine wichtige Rolle in der ayurvedischen Küche spielen Gewürze, aufgrund ihrer appetitanregenden, geschmacks- und verdauungsfördernden Wirkung. Häufig verwendete Gewürze und Gewürzmischungen sind:
- Salz (Steinsalz; oder Black Salt
- Ingwer - frisch und getrocknet
- schwarzer Pfeffer
- Pippali (langer Pfeffer)
- Trikatu (Pulver von Ingwer, schwarzer Pfeffer und Pippali gemischt)
- Kreuzkümmel - wird in Ghee geröstet (meistens zusammen mit anderen Gewürzen) und nach dem Kochen an die Speise gegeben
- Kurkuma (Gelbwurz, Turmerik)
- Zimt
- Tejpatra (Cinnamomum Tamala - ind. Lorbeer) - schmeckt zimtähnlich und paßt auch gut zu Süßspeisen
- Nelken
- Hingu (Asafoetida) - sehr scharf und bitter; eine kleine Menge wird in Ghee geröstet (meistens zusammen mit Kreuzkümmel und anderen Gewürzen) und nach dem Kochen an die Speise gegeben
- Koriander
- Kardamom
- Chili - sehr scharf und nicht gut bei vata und pitta
- Hingvastaka (Gewürzmischung bestehend aus Hingu, Steinsalz, Kreuzkümmel, Ingwer, schwarzer Pfeffer, Piper longum, Nigella sativum, Ptychotis ajowan)
- Lavanbhaskar (Pulver von 4 Salzen, Pippali, Pippaliwurzel, schwarzer Pfeffer, schwarzer Kreuzkümmel, Cinnamonum tamala, Kardamom, Mesua ferrea, Koriander, Abies webbiana, Granatapfelsamen, Ingwer)
Gewürze können nach Geschmack und Anwendung beliebig kombiniert werden. Verschiedene Gewürze kann man leicht in Ghee rösten und dann an die Speisen geben (besonders empfehlenswert ist das im Fall von Kreuzkümmel, Hingu, Koriander und Nelken).
Curcuma (Gelbwurz) Haldi, Harida
Gelbwurz oder auch Tumerik genannt, ist Hauptbestandteil des Currypulvers. Curcuma hat im getrockneten und gemahlenen Zustand eine intensive hellgelbe Farbe und wird deshalb auch heute noch in Asien nicht nur zum Würzen verwendet, sondern auch zum Färben von Kleidern.
Gelbwurz hilft die Gifte im Körper zu neutralisieren, den Gallefluss unddie Leberfunktionen anzuregen und den Cholesterinspiegel zu senken. Es wirkt entzündungshemmend undstoffwechselanregend. Sie ist ein wichtiges Heilgewürz bei Störungen der Darmflora. Äußerlich angewandt hat es eine antiseptische und abschwellende Wirkung.
Ghee herstellen: (geklärte Butter) Zubereitung: Die Butter in einen Topf geben und auf kleinster Flamme schmelzen. Nach einer Weile des Köchelns Schaum und Ausflockungen der Butter von der Oberfläche abschöpfen, umrühren und wieder Köcheln lassen. Den Vorgang mehrmals wiederholen, bis kein oder kaum noch Schaum/Ausflockungen vorhanden sind. Das flüssige Fett durch ein Sieb, das mit einem dünnen Papier- oder Stofftuch bedeckt ist, filtern. Gießen Sie das flüssige Ghrita, wenn es nicht mehr zu heiß ist, in ein Glas und bewahren Sie es an einem kühlen Ort auf. Eine andere Methode der Herstellung besteht darin, die Butter mit Wasser zu kochen bis alles Wasser verdampft ist etc.
Gebrauch: zum Braten und Dünsten von Gemüse; Backen; an Suppen oder 1 - 2 Teel. pur mit heißem Wasser als Nachgetränk; zur Weiterverarbeitung mit verschiedenen Dekokten.
Cumin (Kreuzkümmel)
wird als Joghurt Gewürz verwendet. Er macht Joghurt verdaulicher und reduziert seine schleimproduzierende Wirkung.
Ingwer
verleiht Tee und allen Bohnen und Hülsenfrüchte ein angenehmes Aroma und hilft bei schwachen und nervösen Magen sowie bei Blähungen und Appetitlosigkeit.
Korianderblätter
wirken appetitanregend, sind aromatisch und werden gern in Currys verwendet.